So, es ist wieder soweit. Ich habe ein Interview gegeben in dem die berühmte Koalitionsfrage gestellt wurde. Und wie immer gibt es danach einen Shitstorm. Zwar habe ich dieses Mal gar keine Koalitionsaussage getroffen (das letzte Mal auch nicht wirklich), aber das ist ja egal.

Das Interview findet sich in der Passauer Neuen Presse. Und ich zitiere den strittigen Teil einfach mal:

Meine Traumkonstellation wäre immer eine Koalition mit Grünen und FDP. Aber man muss auch realistisch sein: Dafür ist eine Regierungsmehrheit nun wirklich nicht in Sicht. Mit der Union haben wir sehr große Differenzen in Fragen der Inneren Sicherheit und der Sozialpolitik. Die SPD hat sich jetzt für eine Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen. Das ist für uns ein absolutes No Go. Ein mögliches rot-grün-orangenes Bündnis könnte an dieser Frage scheitern. Wir werden keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, in dem eine Fortsetzung der Vorratsdatenspeicherung vorgesehen ist.

Warum auch nicht? Die Frage ist nicht besonders sinnvoll (vgl. später) die Antwort ist ähnlich. Jedem sollte klar sein, dass eine Koalition Grün-Orange-Gelb 2013 nicht möglich sein wird. Meine Antwort ist also eine bewusste Nullaussage. Im Gegenteil: So verbinde ich die Antwort auf eine immer wiederkehrende und unsinnige Frage gleich mit etwas Inhalt.
Denn im zweiten Satz habe ich die Bürgerrechtspolitik von SPD und CDU kritisiert. Und da ich weiß, dass es in den Reihen der SPD auch ein paar einzelne Befürworter einer Rot-Grünen Regierung gibt - und das manche von diesen sich eine Dreiparteienkoalition überlegen - ist die Kritik an der Bürgerrechtspolitik und die klare Absage an eine Koalition mit der aktuellen SPD  vielleicht ein Denkanstoß.

Und was die Frage an sich angeht:  Die Koalitionsfrage ist so ein wenig das "Was tragen Sie denn heute" für Vorsitzende. Die Frage ist unsinnig, die Antwort bringt keinerlei Mehrwert. (Inbesondere in der Piratenparte mit ihrem schnell wechselnden Bundesvorstand, der Basisdemokratie (d.h. auch der Vorsitzende hat nur eine Stimme!) und der Fixierung auf INHALTE statt Personen oder Parteienverbünde), Sie kommt dennoch in beinahe jedem Interview. Zum Teil mit dem entschuldigenden Vorsatz, dass man ja wisse, dass ich die Frage nicht so gerne hätte, aber es sei eben wichtig.

Nein, die Frage ist NICHT wichtig. Es gibt wenig unwichtigeres als eine Antwort auf diese Frage. Übrigens ist das völlig unabhängig davon, welche Partei man fragt. Die großen Parteien schließen vor einer großen Koalition diese traditionell aus, die Grünen wollen immer nur mit der SPD - verhandeln dann aber auch anders, etc

Kurz: Die Frage und die Antwort auf die Frage sind ein Stück politischer Tradition. Es ist ein wenig wie der Griff an die linke Hüfte bei einer formvollendeten höfischen Verbeugung - Hand an den Schwertgriff, damit dieses kippt und nicht auf den Boden schlägt. Auch als man kein Schwert mehr trug, galt die Armbewegung als Teil der Verbeugung. Unsinnig aber traditionell.

Die Frage "Welche Koalition wollen sie" ist nichts anderes. Ein leeres Protokoll, eine Hülle, ein Teil des bewährten aber so unendlich ermüdenden Politikgeplänkels. Zu Zeiten der Union+SPD+FDP war die Frage dann vielleicht auch noch sinnvoll (auch wenn ich es bezweifle) - heute ist sie es nicht mehr. Und genau dieses absehbare, erahnbare und leere Geplänkel ist es, dass Menschen von der Politik abstößt. Menschen wollen Antworten auf FRAGEN und keine stundenlangen Interviewzeremonien. Also lasst die Frage einfach. Sie ist unsinnig.

Oh und die Aufregung um die Antwort ist auch nur ein "ich möchte mich nicht ernsthaft mit Themen beschäftigen, sondern schieße einfach mal aus Prinzip auf den Bundesvorstand". Auf Dauer erreicht man damit nur, dass Kritik überhaupt nicht mehr wahrgenommen wird. Denn es wird tatsächlich schwierig zwischen unsachlichem Flamen und inhaltlicher Kritik zu unterscheiden.

In dem Sinne: Das Jahr ist tot, lang lebe das Jahr. Es fängt so an wie das alte aufhörte.

PS: An der Stelle möchte ich auch betonen, dass dieser Blogbeitrag keine Kritik an dem Journalisten ist, der mit mir das Interview geführt hat. Er hat sich in allen Teilen korrekt verhalten, das Gespräch war durchaus nett und ich habe keinen Zwist mit ihm. Die Kritik an der Frage ist eine allgemeine Systemkritik am Fallbeispiel, keine konkrete. Sie richtet sich gegen das politische System und die Berichterstattung darüber.

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This Work, Koalitionsfragen oder wie ich lernte Interviews zu hassen, by Sebastian Nerz is licensed under a Creative Commons Attribution license.

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  1. I.Enys Untra (nicht überprüft) on 21. Januar 2012 - 6:58

    Auf der letzten Bundespressekonferenz beantwortete Fr. Weisband die Frage nach orange-grünen Gemeinsamkeiten damit, während die GRÜ ihre Ziele (m.E. paternalistisch) über Gesetze und Zwang erreichen wolle, setzten die Piraten auf Eigenverantwortung bei richtigen Anreizen.

    Diese Aussage halte ich für sehr treffend, nicht umsonst bezeichnete man die GRÜ schon öfters als "Verbotspartei". Wiglaf Droste schrieb darüber eine Glosse.

    Wie können die Piraten überhaupt grundsätzlich mit einer Partei zusammenarbeiten, die sie "resozialisieren" will? Ich sehe hier eine gewaltige Schlucht zwischen dem Paternalismus der GRÜ und dem Liberalismus der Piraten. Vielleicht könnten Sie mir dazu Ihre persönliche Meinung geben?

  2. Gast (nicht überprüft) on 5. Januar 2012 - 16:06

    Zunächst muss ich sagen, dass jeder Fehler machen darf. Wer direkt einen Rücktritt fordert soll der Partei entweder fern bleiben oder sich bei der nächsten Wahl des Bundesvorstandes gegen Herrn Nerz aussprechen. Es ist ja auch nicht mehr so lange hin und dort entscheidet dann die Basis und nicht der wütende Mob.

    Zu den Aussagen im Interview: Haben die Piraten nicht immer gesagt, dass sie mit jedem bereit sein zu koalieren? Daher kann ich nicht verstehen, wieso die Aussage seiner "persönlichen" Wunschkoalition mit den Grünen und der FDP so stark angeprangert wird.
    Letztendlich entscheidet bei den Piraten ohnehin die Basis über das Vorgehen und nicht der Vorsitzende. Dazu muss ich sagen, dass ich das Verhalten von Herrn Nerz auf den Parteitagen sich zurück zu halten und die Entscheidungen der Basis nicht zu beeinflussen sehr gut finde!
    Dass eine Koalition mit den Linken in diesem Interview ausgeschlossen wird, halte ich allerdings für einen Fehler. Es gibt nicht wenige Sympatisanten der Piraten, die eine höhere Meinung über die Linken haben als über die SPD. Ich habe beide Parteien noch nie gewählt, aber die Linken sind mir lieber!

  3. teiler (nicht überprüft) on 6. Januar 2012 - 0:37

    Letztendlich entscheidet bei den Piraten ohnehin die Basis über das Vorgehen und nicht der Vorsitzende

    und genau das ist Problem Nr.1: Sebastian nimmt in dem Interview die Entscheidung vorweg. Und nein, er macht das nicht als persönlich Meinung kenntlich, er sagt "wir können mir den kleinen Pariteien, außer mit der Linken"

    Haben die Piraten nicht immer gesagt, dass sie mit jedem bereit sein zu koalieren?

    Wo haben "die Piraten" das denn gesagt? Das wäre maximal opportunistisch ("Wir machen's mit jedem, solange wir mitregieren dürfen.").

    In Liquid Feedback wurde in Folge dieses Interviews eine Abstimmung gestartet, um diese Frage zu klären:

    https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/1241.html

    Momentan liegt eine Initiative vorne, die zur Bescheidenheit rät: Der Einzug in den Bundestag ist nämlich kein Selbstgänger, und Koalitionsaussagen wirken zu diesem Zeitpunkt ein wenig großspurig.

  4. Gast (nicht überprüft) on 6. Januar 2012 - 16:14

    Es wurde wörtlich zuvor in einigen Interviews erwähnt, dass die Piraten mit jeder Partei zusammen arbeiten könnten, solange sie ihre Inhalte durchsetzen kann. Man sei also für Koalitionsgespräche offen, was nicht heißt, dass man sich anbiedern wird. (siehe BTT2012/2 Pressebericht bei Youtube das Interview mit Herrn Nerz) Auch ich kann nicht nachvollziehen, wieso Herr Nerz sich nun zu diesen Aussagen in der PDP hinreißen ließ, aber er wird daraus gelernt haben.

  5. Pirate Pier (nicht überprüft) on 5. Januar 2012 - 8:50

    Wie meist, wenn unser Chef pseudoprivate Antworten in Interviews gibt, bin ich entsetzt und blicke auf einen Vorsitzenden, der persönliche und Parteimeinungen vertritt, die sich so fundamental vom Parteiprogramm, LQFB und den einzelnen Landesparteien unterscheiden, dass mir jegliches Verständnis fehlt. Hinzu kommt noch das offensichtliche Unvermögen, auch nur vage abschätzen zu können, wie die Aussagen von der Presse dargestellt und der Bevölkerung aufgenommen werden.

    Jetzt wollen wir also mit der FDP und den Grünen koalieren. Und auch gerne mit der SPD. Vielleicht nicht mit der CDU, wegen der Innenpolitik, aber erst recht nicht mit den Linken, wegen allgemeinem Unwohlseins. Aber die offizielle Präsentation der Wunschkoalition ist natürlich nicht der Rede wert, denn die Prozentpunkte reichen dafür dann doch nicht. Damit ist meine Aussage natürlich hinfällig und sollte nicht weiter beachtet werden.

    Knock knock. Jemand zuhause, McFly?

    Und gerade die FDP. Sorry, Herr Nerz, die FDP wurde gerade in Berlin aus der Politik geworfen. Bundesweit steht sie nicht besser dar. Sie steht wie keine andere Partei für das wirtschaftliche Dilemma, in dem sich die Welt befindet, Klientelpolitik, Verachtung für die Bürger und panisches Herumlavieren. Die SPD hat mit den Grünen zusammen so tolle Dinge wie Hartz IV erzeugt, und ebenso tolle Dinge wie die Luftsicherheit verblödisiert (dazu mal den CRE hören) und zur elektronischen Gesundheitskarte kann man sich da auch einiges anhören. Schily-Katalog, auch das schon vergessen? Panische Reaktion auf BILD-Artikel über Sozialhilfeempfänger in Übersee?

    Wie wäre denn eine korrekte Antwort auf eine Frage nach einer Koalition gewesen? Vielleicht: "Mit möglichen Konstellationen beschäftigen wir uns nach der Wahl, wenn die entsprechenden Wahlprogramme aller Parteien ausgearbeitet wurden und die Wähler ihre Stimmen verteilt haben."

    Oder: "Wir können uns eine Koalition mit der Tierschutzpartei vorstellen, denn wir hatten bislang noch keine Zeit, diese Thematik auf unsere Programmparteitagen auszuarbeiten. Der gesamtgeschaftliche Ansatz der Tierschutzpartei passt, abgesehen von einigen esoterischen Elementen, gut zu den Inhalten der Piratenpartei, sodass wir hier eine fundierte Basis für eine Zusammenarbeit sehen."

  6. Gast (nicht überprüft) on 5. Januar 2012 - 1:25

    Herr Nerz (und an alle Anderen, die in planen in der Politik fest Fuss zu fassen und auch mal auf der Bühne zu stehen),

    mal ganz ehrlich, was bewegt Sie?
    Wollen Sie für die Gemeinschaft was ändern und können sich dabei vorstellen Ihren erlernten Beruf auszuführen (und im Hintergrund zu bleiben)?

    Oder haben Sie das Gefühl, dass Sie zu wenig Beachtung im Leben erhalten und auch mal ins Rampenlicht müssen. Dann reicht bei vielen Leuten
    der Beruf nicht (auch wenn der meistens für die Gemeinschaft sinnvoller ist)?

    Ich möchte Sie bitten die Frage für sich zu beantworten. Gerne wüßte ich was in der Schröders,
    Wulfs, Clemens, von der Leyens, Münteferings, Röttgers und wie diese Leute alle heißen psychologisch ab geht?

    Das ist heute heilbar.
    Ich bin es so leid, dass schlecht qualifiziertes Personal in der Rolle der Politiker das Land verderben.
    Lassen Sie sich doch behandeln, Geltungssucht ist therapierbar und suchen sie sich dann Freunde.
    Aber überschätzen Sie nicht ihre Fähigkeiten eine Gemeinschaft zu organisieren mit Unwissen und Persönkichkeitsdefiziten.

  7. Gast (nicht überprüft) on 5. Januar 2012 - 0:58

    Ich bin seit einigen Wochen Mitglied in der Piratenpartei. Grundsätzlich bin ich skeptisch gegenüber Personen, die bereits als junge Menschen in der "alten" CDU waren, weil dort alte Gedanken ideologisiert, die für eine globalisierte Welt schädlich sind und Menschenverachtend. Ändern kann man sich, sagt man, aber es bleibt was. Aber Herr Nerz, ich habe den Eindurck Sie haben die Idee der Piraten und die neuen Zugänge zur Demokratieentwicklung nicht verstanden oder schlimmer noch sie suchen einen Weg hier eine politische Karriere zu machen. Ich würde Ihnen empfehlen inhaltlich zu arbeiten und beruflich Alternativen zu suchen. Berufspolitiker haben wir nun genung erlebt. Sie müssen schon was drauf haben und an ihren Themen arbeiten mit Anderen. Aber unüberlegte Sprüche in der Presse loszulassen, bitte nicht hier!
    Sollten sie ihre Aussage ehrlich abgegeben haben, dann sollen sie sich überlegen, ob sie wirklich richtig sind oder in den alten Parteimiff zurückkehren. Ich möchte Sie nicht persönlich beleidigen, aber Sie ignorieren die Piratenidee mit Füssen, das hatten wir kürzlich bei den Grünen.

  8. Wähler (nicht überprüft) on 4. Januar 2012 - 18:11

    Die Piratenpartei ist nur attraktiv, wenn sie inhaltlich überzeugend anders ist, als die anderen Parteien.

    Die Aussage des Bundesvorsitzdenden der Piratenpartei mit der extrem neoliberalen FDP und den neoliberalen Grünen auf Bundesebene koalieren zu wollen, gibt sehr zu denken. Wie passt dazu z.B. die Forderung nach einem existenzsichernden bedingungslosen Grundeinkommen, weshalb sehr viele Leute in Berlin die Piratenpartei erstmals ins Abgeordnetenhaus gewählt haben?

    Das war dann wohl nicht ernst gemeint, wenn der Bundesvorsitzedne für die Piratenpartei spricht, denn eine solche sozialpolitisch sehr wichtige Forderung ginge wohl am ehesten mit der Partei Die Linke zusammen, die auch sonst - jedenfalls auf Bundesebene, auf Landesebene sieht es oft anders aus- die einzige Partei ist, die nicht völlig im neoliberalen Sumpf versunken ist. Mit der FDP oder den Grünen wäre das nicht zu machen.

    Ansonsten empfehle ich:
    http://jacobjung.wordpress.com/2012/01/03/sebastian-nerz-zerlegt-die-pir...

  9. Gast (nicht überprüft) on 4. Januar 2012 - 14:04

    Liebe Piraten,
    ich bin geschockt. Mit viel Sympathie habe ich den Aufstieg der Piraten verfolgt. Ein derart dämliches Interview gefolgt von diesem peinlichen Blog-Beitrag sind für den Aufbau eines positiven Images einer neuen Partei äußerst schädlich. Bei der Etablierung von Grünen und Linken ist bestimmt auch einiges schief gelaufen, das bringt eine Parteigründung wohl mit sich... Dennoch sind bei mir erstmal alle Sympathiepunkte verflogen. Unter diesen Umständen kann aus dem Höhenflug ganz schnell eine Bruchlandung werden, was mir wirklich leid tut, denn es gibt sicherlich viele gute und engagierte Politiker in euren Reihen.

  10. Gast (nicht überprüft) on 4. Januar 2012 - 12:31

    Wie wärs mit einer Rückkehr zur CDU? Das scheint mir mit solchen bildzeitungskompatiblen Ansichten doch das Sinnvollste für unsern Schmollvorsitzenden ...

    PS: Bevor man sowas über die Piraten liest, sollte man lieber gar nichts über die Piraten lesen. Im Zweifelsfall mal an Herrn Nuhr halten. Und jetzt wieder husch-husch ins Kinderzimmer und die Legokiste aufräumen. Politik spielen überlassen wir dann mal lieber den Großen.

    @ Piratenpartei: Klarmachen zum Vorsitzenden ändern. Nun ist eure Chance zu beweisen, dass Ihr euch nicht jetzt schon Aussitzer ala Guttenberg und Wulff ranzüchtet. Sonst seid Ihr Instant-Überflüssig. Dann klarmachen zum Abtauchen, auch gern in Koalition mit der FDP und ohne die pösen, pösen Linken.

  11. Hendrik Seipel-Rotter (nicht überprüft) on 4. Januar 2012 - 12:08

    Lieber Sebastian,
    Dein Interview in der PNP stößt mir persönlich sehr auf. Und dies aus mehreren Gründen.

    Einmal, weil Du ohne Not eine Distanz zur Linkspartei aufmachts. Behauptest, wir würden uns mit den "Kleinen" - im Übrigen, wer soll das sein? Klein? Da gibt es doch nur noch die FDP (oder sprichst Du auch von Splitterparteien wie BÜSO, Autofahrerpartei oder Bibeltreue Christen), die Grünen liegen wenig entfernt von 20% - gut verstehen und mit den Linken nicht.

    Tatsächlich? Ist das so? Auf kommunaler Ebene arbeiten viele Piraten sehr gut mit den Linken zusammen. Wir haben auf dem BPT Richtungsentscheidungen getroffen, die Du bei der SPD, den Grünen und vor allem der Neoliberalen FDP lange suchen musst.

    Nur mal so am Rande: http://www.bundestag.de/presse/hib/2010_11/2010_378/07.html

    Und zum Zweiten, weil Du so labidar über die VDS hinweggehst. Die tausenden Demonstranten waren nicht in Berlin, weil die VDS "verzichtbar" ist.

    Eine Partei, die diese Kernaussagen trifft, wie Du das hier tust, ist in der politischen Landschaft Deutschlands überflüssig.

    By the way: Ich bin Stadtverordneter in Wiesbaden und arbeite in einem Team aus drei Linken und zwei Piraten seit März 2011 hervorragend zusammen. Es ist schwieriger Dinge zu finden, die uns trennen als Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Was man von der FDP oder der SPD nicht sagen kann.

    Beste Grüße
    Hendrik

  12. Gast (nicht überprüft) on 4. Januar 2012 - 11:36

    Da hielt ich doch die Piratenpartei für eine wählbare Alternative. Für mich war's das. Lediglich die LINKE bietet dem desaströsen neoliberalen Kurs aller sonstigen etablierten Parteien noch die Stirn.

    Neben der Vorratsdatenspeicherung gibt es Verwerfungen in der Politik, die Sie völlig ausblenden. Goodbye!

  13. Norbert (nicht überprüft) on 4. Januar 2012 - 15:25

    Good Bye. Jemand der sich nur eine Zusammenarbeit mit den Linken vorstellen kann hat in der Piratenpartei auch nichts zu suchen! Wir wollen eine Alternative für alle Wähler darstellen und nicht nur für Leute wie Dich, die ideologisch anscheinend sehr vorbelastet sind.

  14. teiler (nicht überprüft) on 6. Januar 2012 - 1:01

    also wenn du eine etablierte Partei, die immerhin seit der Wende im Bundestag vertreten ist und im Osten Landes- und Kreisregierungen stellt, als extremistisch brandmarken willst, scheinst du eher ideologisch vorgelastet zu sein

    mit wem die Piraten koalieren und mit wem nicht entscheidest nicht du, sondern die Basis: https://lqfb.piratenpartei.de/pp/issue/show/1241.html

  15. Gast (nicht überprüft) on 4. Januar 2012 - 12:18

    So, bin leider etwas impulsiv, wenn ich Dünnschiss lese, aber ich will mal darlegen, weshalb für mich nur die LINKEN gegenwärtig in Frage kommen. Sie ist die einzige Partei, die keine Spenden aus der Wirtschaft erhält. Das Gekungele aller Parteien von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen mit der Wirtschaft ist für mich das Hauptübel. Die LINKE würde für mich sofort nicht mehr wählbar sein, wenn sie in der Bundespolitik mit irgendeiner der korrupten Parteien koalierte. Die Etablierten müssen erst mal weg, die sind durchseucht. Ich hoffe, die Piraten besinnen sich. Die Glaubhaftigkeit der Parteien in diesem Land ist eh schon am Boden. Müssen die Piraten den Stuss fortsetzen? Besinnt Euch!

  16. libero (nicht überprüft) on 3. Januar 2012 - 22:50

    "Meine Antwort ist also eine bewusste Nullaussage. Im Gegenteil: So verbinde ich die Antwort auf eine immer wiederkehrende und unsinnige Frage gleich mit etwas Inhalt."

    na super. sowas nenne ich dann 'shitstorm'!

  17. Michael Morawietz (nicht überprüft) on 4. Januar 2012 - 10:34

    Hallo Sebastian,

    die Geschichte mit Dir hier zeigt mir wieder ganz deutlich: Egal wer kommt, am Ende schwimmen immer die selben Leute oben.

    Dies liegt an den Individuen und nicht an den Parteien als solchen.

    Deine individuellen Bedürfnisse haben Dich zu Deinen Aussagen bewegt. Das ist nicht verwerflich, aber Du unterscheidest Dich damit in keiner Weise von Gerhard Schröder, der besoffen am Zaun vom Bundestag rüttelnd "Ich will da rein" geschrien hat oder ähnliche Typen, die heute zu Hauf in Banker-Uniform auf dem grossen Parkett gemeinsam den Geldregen-Tanz tanzen.

    Ich wünsche Dir trotzdem viel Erfolg beim entern der Piratenpartei-Fregatte, denn mir ist es letztlich egal, wer von euch Elite-Individuen mich ausnimmt, solange ihr mir wenigstens das Lebensnotwendige übrig lasst.

  18. Franz Lohbusch (nicht überprüft) on 3. Januar 2012 - 19:30

    In dieser Partei treiben die Neo-liberalen ihr Unwesen; Wobei wir nun mal beim Thema Piraten sind; hier im Kreis Viersen wurde zum 1. Stammtisch der Piraten eingeladen; Einlader ist ein Herr Dieter Stäger; Energieberater; hier seine Homepage: http://www.dieter-staeger.de/index.html alles klar her Kommissar?

  19. teiler (nicht überprüft) on 3. Januar 2012 - 19:07

    ach, lieber Herr Vorsitzender, Sie ärmster, die ganze Pressewelt hat Sie nur falsch zitiert?

    Ob gewollt oder nicht: Deine Antworten klingen so, als wollten wir möglichst schnell an die Futtertröge der Macht und als seien uns Inhalte egal.

    In der Sozialpolitik können wir uns mit vielem anfreunden, wofür die SPD steht

    irgendwas nicht mitgekriegt? Hartz 4 und Agenda 2010? Die SPD hat sich in den letzten 30 Jahren vollständig entkernt und ist zu einer liberalen CDU light geworden

    Und dann wünscht du dir ne Koalition mit der FDP, was irgendwie nekrophil rüberkommt. Die FDP ist fertig, abgewirtschaftet, Vergangenheit. Sie vertritt im Jahr 2012 unverblümt den Thatcher-Reagan-Neoliberalismus. Das ist in etwa so progressiv wie die SED 1989. Ja, sie mag ein paar Absurditäten wie VDS und Zensursula ablehnen, aber das sind nun wirklich Nebensächlichkeiten.

    Im Großen und Ganzen können wir gut mit den kleinen Parteien, wenn man einmal von der Linkspartei absieht.

    Ach wirklich? Die Linkspartei ist doch noch am ehesten bereit, unsere Vision von einem bedingungslosen Grundeinkommen zu unterstützen. Sie lehnt außerdem Kriege und dieses ganze Anti-Terror-Gebimsel konsequent ab. Was haben wir gegen die Linke?

  20. Sebastian Nerz zerlegt die PIRATEN | Die besten deutschen Bl (nicht überprüft) on 3. Januar 2012 - 16:32

    [...] gewesen zu sein. Bereits gestern Mittag veröffentlicht er auf seiner persönlichen Webseite einen Blogbeitrag, in dem er gekränkt auf den „Shitstorm“ reagiert, der dem fast zeitgleich erschienenen [...]

  21. Sebastian Nerz zerlegt die PIRATEN | Jacob Jung Blog (nicht überprüft) on 3. Januar 2012 - 16:24

    [...] gewesen zu sein. Bereits gestern Mittag veröffentlicht er auf seiner persönlichen Webseite einen Blogbeitrag, in dem er gekränkt auf den „Shitstorm“ reagiert, der dem fast zeitgleich erschienenen [...]

  22. Elias (nicht überprüft) on 3. Januar 2012 - 0:53

    Wenn eine sinnvolle Antwort auf diese "unsinnige" Frage gewesen wäre, dass die Partei mit ihrer basisdemokratischen Struktur das entscheidet und nicht eine Einzelperson, dann steht das für mich ganz einfach im Vordergrund.

    Wenn es bei der Antwort um interessante Inhalte ging, die man auch bei anderen Parteien gesehen hat, mit denen man deshalb möglicherweise koalieren könnte, kann man uns ja mal aufklären, was für Inhalte das sind. Ich find die FDP auch extrem schlecht.

    Wenn es ein Fehler war diese Frage so zu beantworten, kann man doch dazu stehen und diesen Fehler korrigieren. Wenn niemand mehr einen Fehler machen dürfte, dann dürfte sich auch keiner mehr entwickeln. Auch dabei zu verbittern wäre schade.

    Unterm Strich kommt raus, dass politische Diskussionen schnell emotional werden. Ein konstruktiver und offener Umgang ist nicht immer einfach, aber dennoch der richtige Weg. Die Piratenpartei ist für mich immer noch sehr interessant.

  23. ganzdolltoll (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 21:58

    Es ist grundsätzlich richtig, - auch laut - über mögliche Koalitionen nachzudenken. Denn darum geht es bei Wahlen: man will gewählt werden, und gewählt werden will man, um Verantwortung zu übernehmen; Verantwortung übernehmen zu wollen, heißt wiederum eine Regierungsbeteilung anzustreben, denn damit übernähme man dann tatsächlich auch ein Höchstmaß an Verantwortung.

    Der Teil der Wähler, der sich gut überlegt, wem er seine Stimme gibt (nach Hoffnung der Piraten also möglichst alle Wähler), möchte durchaus erfahren, wohin die Reise im Erfolgsfall (damit ist nicht die 5%-Hürde gemeint, sondern ein Wahlergebnis, das die Regierungsbeteiligung ermöglicht) geht - und er hat auch ein Recht darauf.

    Was bei derartigen Äußerungen allerdings vorhanden sein sollte, ist so etwas wie eine Strategie, an deren Vorhandensein ich zweifele. Ein gewichtiger Anhaltspunkt hierfür ist für mich, dass der, in den Umfragen bereits beerdigten, FDP ohne Not eine Art Wiederbelebungsmaßnahme zuteil wurde.

  24. Gast (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 21:33

    Ich bin a) unparteiisch und b) werde ich keine große Partei mehr wählen und als allerletztes die FDP.

    Die FDP hat auch schon meine Stimme erhalten, das bereue ich heute noch. Unsensibler, ignoranter und arroganter kann man sich wohl nicht mehr vors Volk stellen, von dem man gewählt wurde.

    Ihr habt bei den letzten Wahlen meine Stimme erhalten und war in den letzten Monaten schwer dabei für euch zu werben. Und sorry ... jetzt sprichst du von einer Koalition mit der FDP? Und ich dachte, sie steht für all das was ihr auf jeden Fall nicht sein wollt. Ich bin geschockt und für mich hat deine "Nullaussage" ziemlich viel Gewicht. Ungefähr jede andere Antwort wäre - zumindest für mich - besser gewesen.

    Ich zu meinem Teil neige dazu, die Piratenpartei direkt wieder abzuschreiben - da ich schon einen ähnlichen Verlauf wie bei den Grünen sehe - sobald sie mit den Großen mitspielen dürfen und ein bißchen Glamour schnuppern, ist es vorbei mit den großen, rebellischen Gedanken, dann will man nur noch ein Stück vom Kuchen für sich.

    Ich hoffe, ich behalte nicht Recht.

  25. Rüdiger (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 20:21

    Ganz ehrlich? Ich bin heute Mittag fast vom Glauben abgefallen, als ich Ihre "Nullaussage" (deren Ironie mich leider nicht erreicht hat) gelesen habe, mit den Grünen und der FDP u.U. koalieren zu wollen. Hängengeblieben ist bei mir aus dem Artikel nämlich, dass, sollte die FDP den Einzug in den nächsten Bundestag 2013 nicht schaffen, dann eben nur mit den Grünen koaliert würde.

    Was leider nicht offensichtlich ist und was man eben nicht mit den Grünen assoziert, ist, dass sie eben nur dann vermeintlich für die Stärkung unserer Grundrechte eintreten, solange es ihrem Zweck dient (was auch immer der mittlerweile sein mag). Diese Partei scheut eine ernsthafte und aufrichtige Diskussion mit dem deutschen Volk und ist m.E.n. nicht wirklich an starken basisdemokratischen Mechanismen interessiert. Stattdessen schüren sie unbegründete Ängste, die von den Medien nur zu gerne publik gemacht werden.

    Jüngstes Beispiel dafür ist der Gesetzesentwurf einiger grüner Abgeordneter vom 09.11.2011, in dem gefordert wird, halbautomatische Waffen, die den Anschein einer Kriegswaffe haben, zu verbieten. Fernab jeder Realistätsnähe wird als Begründung die Reduzierung der Wahrscheinlichkeit eines zweiten Massakers wie auf Utoya angeführt. Wenn die Norweger ihr Waffengesetz nun verschärfen würden, könnte ich das nachvollziehen, aber genau das machen sie eben nicht! Weil ihre Gesellschaft beneidenswert liberal ist und ihren Parteien nicht diese "Verbotsgeilheit" zu eigen ist. Die Firma Oberland Arms hat zum Gesetzesantrag eine ansprechende Gegendarstellung geschrieben: http://forum.waffen-online.de/index.php?showtopic=418923

    Die Liste grüner Regulierungswut ließe sich beliebig fortsetzen. "Erfolgreiche Politik mit Wählerangst" scheint das Motto des 21. Jahrhunderts für die Bündnis 90-Grünen zu sein.

    Deshalb meine dringende Bitte an die Piraten: Springt bitte nicht in den grünen Topf!!!

    Wir brauchen in unserer Gesellschaft unbedingt eine liberale Grunderneuerung - weg von den Verboten und wieder hin zum mündigen, verantwortungsbewussten und vor allem freien Bürger!

    Und genau das wollen die Grünen eben nicht!

  26. tarzun (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 18:07

    Zu jeder passenden (und unpassenden) Gelegenheit betonen Piraten, das sie Politik "ander5" gestalten wollen. Mal vorrausgesetzt, Deine Diagnose einer "journalistischen Pflichtübung und Tradition" ist korrekt, so irritiert es ein wenig, wenn Du jetzt, quasi "ohne Not", Dich in dieses Spielchen einspannen läßt, statt einfach lächelnd diese "Pflichtfrage" mit "Lassen sie uns doch erstmal in den Bundestag einziehen, das wird schwer genug" abzubügeln.

    Ich mein, nach jeder "Koalitionsaussage" bekommst Du auf die Fresse, oft in einer Art und Weise die "nicht geht", die unsachlich und verletzend ist, und die es verständlich werden läßt, wenn Du letztlich auch berechtigte und sachliche Kritik und Feedback in den Orkus kippst, weil das ja eh alles nur sinnloses Gebashe ist. Und obendrein verbrauchst Du kostbare Zeit und Energie, Dich wieder und wieder auf Twitter und hier im Blog in eine Rechtfertigungsspirale reinzuschrauben, aus der Du nur schwer oder gar nicht rauskommst.

    Wäre es da nicht irgendwie einfacher, "Interviews mal ander5" zu machen und dieses, von Dir ja erkannte, journalistische Spielchen schlicht nicht mitzuspielen?

  27. Kai Baumann (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 18:02

    Natuerlich haette dir klar sein muessen, was aus deiner Aussage gemacht wird. "Piraten wollen mit FDP koalieren!"

    Wer hat dich eigendlich auf das duenne Brett geschubst, das wir ueberhaupt Koalitionsaussagen treffen muessen? Bist du wirklich der Meinung unsere Waehler, bzw unsere Mitglieder wuenschen das von dir?

    Hallo? Wir haben grade mal einen Landtag geentert, etwas Bescheidenheit stuende uns da viel besser zu Gesicht.
    Wir sind bei weitem nicht sicher im Bundestag, sonder kaempfen darum jeden Tag.
    Deine Aussagen, egal was du dir dabei gedacht hast, sind dabei ein Schlag in den Ruecken!

    Natuerlich kann man das jetzt dem Pressefuzzi ankreiden, warum fragt der auch so einen Bloedsinn.
    Man haette Ihn aber auch Fragen koennen. Ihn darauf hinweisen wie unrealistisch die Frage ist. Ihn zur Ernsthaftigkeit ermahnen.

    Sorry, aber das war ein echter Fail, da gibt es leider nichts schoen zu reden:(

    Gruss aus Aachen
    Kai Baumann

  28. @einnameohnezahl (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 17:53

    Was du verkennst, ist die Glaubwürdigkeit, die an der Antwort auf diese Frage und an der Partei hängt, mit der du in Interviews so leichtfertig um dich wirfst. Die Antwort auf eine Koalitionsfrage darf keine Stimmungsfrage sein, auf die man opportunistisch antwortet. Wenn sie nicht wichtig ist, war es auch nicht wichtig, Die Linke auszuschließen - was du aber im Interview trotzdem getan hast. Du musst wissen, was aus deinen Aussagen wird, wenn man dich darauf zusammenfasst, dass "die Piratenpartei" eine Koalition mit bestimmten Parteien will. Nur versteht sich die Piratenpartei als die Mitglieder dieser Partei und nicht als durch ihren Vorstand alleinvertreten. Für die Medien bist du die Piratenpartei, für einige Mitglieder näherst du dich wegen deines laxen Umgangs mit der Sichtweise einer kommunikativen Reaktorstörung (http://bit.ly/uufIJu) an, denn die Mitglieder deiner Partei, die dich gewählt haben, fordern zu Recht eine stärkere Einflussnahme auf das, was du als Vorsitzender vertrittst, als es bei anderen Parteien der Fall ist.

    Die Methode der Interviews wirst du nicht ändern können, indem dir der schwere Versuch misslingt, sie vorzuführen. Und die Legitimation für deine Festlegung wirst du nicht im Nachhinein einholen können, indem du deine Partei per vollendeter Tatsachen über die Presse fragst. Eine nicht-parteiergreifende Antwort ist die professionellere und bewahrt auch die Glaubwürdigkeit der Partei, deren durch Liquid Feedback, Liquid Democracy und digitale Basisdemokratie abgestimmte Meinung du vertrittst.

    So war der Satz allein, man würde keinen Koalitionsvertrag unterzeichnen, in dem eine Fortsetzung der VDS vorgesehen ist, für sich allein ausreichend und hervorragend von dir gewählt, geht jetzt aber in deiner Festlegung für ein Parteienspektrum unter, dass je in zwei verschiedenen Koalitionen seine allgemeine Problemlösungsunfähigkeit unter Beweis stellte und entsprechendes Ansehen in der Bevölkerung genießt.

  29. SD (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 20:30

    Es gibt keine "durch Liquid Feedback, Liquid Democracy und digitale Basisdemokratie abgestimmte Meinung" in der Bundespartei. Deal with it.

  30. @einnameohnezahl (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 20:45

    Inakzeptabel.

  31. SD (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 21:04

    Awwww!

    http://funniest.1000notes.com/post/9312742447 ;)

  32. @einnameohnezahl (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 21:31

    Oh Mann! Und ich dachte schon, du hättest irgendwas zu melden! Na, das ging ja noch mal gut. ;)

  33. Kai Baumann (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 18:06

    +1

  34. Geisterfalle (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 17:29

    naja, dann sag das dem Menschen doch einfach.

  35. queue (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 18:31

    Wenn die Frage so sinnlos und unsinnig ist, solltest du überlegen, ob du überhaupt versuchst, eine sinnvolle Antwort zu geben. Letztlich gibt es mit allen Bundestagsparteien negative Assoziationen. Und egal, was du antwortest, es wird dir von den Medien (im Modus "Stille Post") und allen anderen im Munde umgedreht und um die Ohren gehauen.

    Ich denke, das Risiko, als Spaßpartei dargestellt zu werden, ist inzwischen relativ gering. Also könntest du auch solche Aussagen treffen: "Ich kann mir Vieles vorstellen, auch eine Tolerierung von Martin Sonneborn als Kanzler einer Minderheitsregierung mit der Rentnerpartei als Juniorpartner. Wichtig ist letzlich der Koalitionsvertrag und die konkreten Inhalte, die von den Partnern gemeinsam vertreten werden. Uns liegen dabei besonders am Herzen...[Hier Beispiele einfügen] Wir werden z.B. keinen Koalitionsvertrag unterschreiben, in dem eine Fortsetzung der Vorratsdatenspeicherung vorgesehen ist. Das gilt für alle Parteien des demokratischen Spektrums."

    Mit der Linkspartei-Aussage wäre ich vorsichtig, die klang mir zu pauschal. Ich weiß, dass es gerade in Süddeutschland ein absolutes Tabu ist, aber in anderen Bundesländern wird das lockerer gesehen und wir müssen nicht die traditionellen Spielchen a la "rote Socken" mitspielen. Ein "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in der Parteibasis eine Mehrheit für eine Koalition mit der Linkspartei gibt und nur der Basis steht eine solche Entscheidung zu" würde auch im Interview deutlicher betonen, dass du keine Koalitionsaussagen treffen kannst.

    Alternativ könntest du dir zu ausnahmslos jeder Bundestagspartei ein bis zwei Gegenargumente suchen und einen Rundumschlag machen. Und dann: "Sie sehen, um die Piratenpartei in eine Regierungskoalition zu bringen, müssen nicht nur die Piraten noch an sich arbeiten, sondern auch die möglichen Koalitionspartner. Bei einigen sehe ich hier schon gute Ansätze in einzelnen Politikbereichen, z.B. die Bürgerrechtspolitik der FDP. Auch das neue netzpolitische Programm der Grünen kommt uns einen Schritt entgegen. In keinem Fall werden wir einen Koalitionsvertrag unterschreiben, in dem eine Fortsetzung der Vorratsdatenspeicherung vorgesehen ist."

    Das ist länger und kann je nach Gesprächsverlauf auch arrogant erscheinen, u.U. aber auch selbstbewusst. Und es bietet Anknüpfungspunkte für den Interviewer, z.B. die Frage nach der Arbeit, die die Piraten noch vor sich haben.

  36. tirsales on 2. Januar 2012 - 18:34

    Das Problem ist, dass in gedruckten Interviews alles immer massiv verkürzt dargestellt wird. D.h. selbst wenn man bspw. lange Kommentare abgibt, werden die normalerweise nicht gedruckt. (So habe ich bislang in *jeder* Antwort auf diese Frage betont, dass dies schlußendlich nur von inhaltlichen Faktoren abhängt, 2013 noch weit ist und wir darüber aktuell noch nicht spekulieren).

    Es ist eigentlich völlig egal was man sagt. Einen Shitstorm gibt es immmer.

    Na ja, nächstes Mal antworte ich eben mit "Die Frage ist unsinnig" und breche das Interview ab, falls der Journalist auf einer Antwort besteht. Dann gibts eben gar keine Berichte mehr über die Piratenpartei.

  37. Silava (nicht überprüft) on 4. Januar 2012 - 10:48

    Lieber gar kein gedruckter Kommentar über die Piratenpartei als sinnentstellende Verkürzungen a la "Die Piratenpartei will mit den Grünen und der FDP koalieren!" Das ist einfach nur falsch und der Schaden ist nicht zu unterschätzen. Das bekommen leider total viele Menschen in den falschen Hals. Ist ja zum Glück noch eine Weile hin bis 2013 und die Frage wird noch oft gestellt werden, also hier bitte besonders aufpassen!
    Viele Erfolg,
    Silava

  38. Gast (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 19:47

    Ergänzung: Damit meine ich die Antwort auf den Kommentar, die ich zitiert habe.

  39. Gast (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 19:44

    "Na ja, nächstes Mal antworte ich eben mit "Die Frage ist unsinnig" und breche das Interview ab, falls der Journalist auf einer Antwort besteht. Dann gibts eben gar keine Berichte mehr über die Piratenpartei."

    Das ist beleidigt und arrogant wirkende Polemik, die eine Diskussion um die Wirkung von Interviews sicher nicht weiterbringt. Als ob du der einzige Pirat wärst, der jemals ein Interview gegeben hätte - und als ob es zwischen deiner missglückten Antwort und dem Abrrechen von Interviews keinen Spielraum gebe.
    Deine Antwort war unprofessionell und unüberlegt.

  40. tirsales on 2. Januar 2012 - 19:57

    Oder von dir überinterpretiert. Überleg mal, warum so viele Politiker absolute Nullaussagen in langen Sätzen dreschen.

  41. Gast (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 18:11

    Was mir an den Piraten gefällt ist dass sie zugeben wenn sie Fehler machen. Also früher zumindest.

  42. / (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 18:30

    Hi Sebastian,

    wenn die Piratenpartei Koalitionsaussagen formuliert, hat das den Ausdruck einer Allmachtsfantasie und eines Luftschlösschens, was vielen - Piraten wie Wählern - nicht lieb ist.
    Wir haben den Sprung in ein Landesparlament vor 4 Monaten geschafft; das war ein gesellschaftlicher Schock. Der muss erst mal sacken, gerade weil vielen noch immer unklar ist, was es mit der Piratenpartei auf sich hat. Da ist das Beschreiten der zweithöchsten Stufe in der National-Politik definitiv der falsche Weg.

    Wenn du möchtest, dass wir durch die Antwort auf die Koalitionsfrage am besten da stehen, dann sag', dass sich die Zusammenarbeit mit anderen Parteien anhand von den Inhalten entscheidet; egal, welche formale Rolle man in einem Parlament einnimmt.
    Das wirkt sympathisch und beruhigend bescheiden und liefert zudem eine gute Vorlage, um im Anschluss differenzierte, inhaltliche Kritik aus Piratensicht an den anderen etablierten Parteien zu üben.

    Und dann wird's auch keinen Shitstorm oder journalistische Verdrehungen geben ;) ...

  43. tirsales on 2. Januar 2012 - 18:35

    Das sage ich jedesmal - auch in diesem Gespräch. Insofern ... und dabei geht es nicht einmal um journalistische Verdrehungen. Ein Gespräch zu kürzen und das herauszustellen, was für den Journalisten die Kernaussagen sind, das ist durchaus in Ordnung.

  44. Norbert (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 20:11

    Die Koalitionsfrage mag vielleicht sinnlos sein, allerdings beantwortet man die Frage dann eben nicht! Besonders versucht man in dem Zusammenhang dann nicht gerade die Buchstaben FDP in den Mund zu nehmen. Diese Partei ist im Moment sehr weit von einer liberalen Bürgerrechtspartei entfernt, so das jede Verbindung zwischen der FDP und den Piraten uns sehr Schaden kann... Wenn ich mir nur vorstellen muss das die Piraten Koalitionsgespräche mit einem Herrn Rösler führen, dann wird mir schlecht und ich müsstewohl sofort austreten. Mit allen anderen Parteien von mir aus gerne, aber nicht mit einer FDP wie Sie sich in den letzten Jahren präsentiert.

    Mal ganz abgesehen davon, das wir lieber versuchen sollten die liberalen Wähler in Deutschland an die Piraten zu binden, und nicht noch eine sterbende Partei durch solche Aussagen am leben zu erhalten. Dann schlag lieber in Zukunft eine Koalition mit der Tierschutzpartei und den Violetten vor, dann kann wenigstens wirklich jeder die Sinnlosigkeit der Aussage erkennen.

  45. tirsales on 2. Januar 2012 - 20:12

    Nö, dann gäbe es eine lebhafte Debatte über die TSP und die Violetten bzw. darüber ob ich den Verstand verloren habe und nicht rechnen kann ;-)

  46. Norbert (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 20:26

    Dann sagt's Du das man als Vorsitzender der Piratenpartei Grundsätzlich ab und zu den Verstand verlieren muss wenn man nach Koalitionsaussagen gefragt wird ;). Ansonsten einfach die absolute Mehrheit anstreben dann stellt Sich diese Frage nicht mehr...

  47. suchenwi (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 19:19

    Wenn Interviewer die Antworten verkürzen - dann helfen ihnen vielleicht kurze Antworten?

    Ich bin mir noch nicht sicher, aber könnte man auf die Koa-Frage nicht auch so antworten:

    "Gemäß Grundgesetz sind Abgeordnete an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.

    Auf dieser Basis sollten Mehrheiten zustandekommen, nicht aus Fraktionsdisziplin und Koalitionsvertrag."

  48. / (nicht überprüft) on 2. Januar 2012 - 19:08

    Insofern... ja, aber offensichtlich bringt's nichts...

    Ja, darüber ob solche Artikel journalistische Verdrehungen sind, kann man jetzt streiten; imho ist es sehr wohl eine Verdrehung, wenn deine klar subjektive Aussage als Kollektiv-Aussage dargestellt ist, obwohl du das klar vorweg dementiert hast.

    Aber ich find' den Fall spannnend. Im Grunde genommen ist die Koalitionsfrage ja nichts anderes als eine Falle für uns Piraten, weil sie uns unterschwellig Lager-Denken und somit Prinzipienbruch aufzwingt. Da muss man wirklich verdammt aufpassen. Jede wie auch immer geartet erwünschte, dahingehende Aussage wirkt wie ein ideologisch-dogmatischer Schulterschluss mit gewissen Parteien, und ein gleichartiger Ausschluss von anderen Parteien.

    Das zieht aber weit größere Bahnen über die Vor-Wahl-Phase hinaus, das gilt nämlich auch grundsätzlich für die parlamentarische Aufteilung in Regierung und Opposition und Koalitionsverträgen an und für sich.
    Da ist etwas formal Tradition, das uns Piraten, die wir ja eine reine, konsens-orientierte, konstruktive Sachpolitik ohne Vorbehalte anstreben, total widerstrebt...

  49. Zustimmer (nicht überprüft) on 4. Januar 2012 - 0:03

    http://www.paramantus.net/wp-content/uploads/2011/12/was_1276635.jpg

  50. Ein-neuer-noch-Pirat (nicht überprüft) on 4. Januar 2012 - 12:18

    "Was Käpt’n Sebsatian Nerz da von sich gegeben hat, kann enttäuschender nicht sein, denn die Linie, die er vertritt, ist schlicht reaktionär und strategisch neoliberal. Der große Trumpf der Piraten, eine Alternative zur Alternativlosigkeit zu sein, ist damit zunächst aus der Hand gegeben. Mit den Grünen und der FDP würde er gern, keineswegs aber mit den Linken und favorisiert eine “Sozialpolitik” à la SPD. Na Bravo, das hatten wir ja noch gar nicht. Zwar gab es reichlich Kritik aus den eigenen Reihen, die Nerz damit konterte, er könnte Interviews ja auch abbrechen, wenn ihm auf doofe Fragen nichts Schlaues einfiele. Sie haben ihn sich aber nun mal gewählt, und er versaut’s."
    http://feynsinn.org/?p=11909