Gedankenraum und SSL/Sicherheitswarnungen

Ich wurde gefragt, ob ich nur als Vorsitzender oder auch als Stellvertreter kandidiere bzw. was ich mache, wenn ich nicht als VoSi gewählt werde. Gleichzeitig wurde gesagt, dass meine Kandidatur sowieso klar war. Mag sein, dass Andere mich hier besser kennen als ich selbst das tue - aber ich glaube eher, dass der eine oder andere hier einer Täuschung unterliegt.

Vermutlich wird man mir das Folgende sowieso nicht glauben, ich schreibe es dennoch auf - und ich meine es ernst.

  1. Ich spiele schon eine Weile mit dem Gedanken zu kandidieren. Daraus habe ich nie ein Geheimnis gemacht.
  2. Ich bilde mir ein, dass ich die Arbeit als Vorsitzender in BaWü ganz gut gemacht habe - und dass ich sie auch im Bund ganz gut machen würde. Um das zu beurteilen musste ich aber u.A. erstmal die Wahl und erste Reaktionen abwarten.
  3. Ich habe eine Kandidatur für den Bund u.A. davon abhängig gemacht, ob ich Chancen auf ein gutes Team sehe, wie die Marina läuft und ob ich einige private und berufliche Fragen rechtzeitig klären kann.
  4. Ich habe mich nicht ganz einen Tag vor Bekanntgabe meiner Kandidatur dazu entschlossen *vorbehaltlich* eines weiteren Gesprächs. Dieses Gespräch lief gut. Also habe ich am Freitag Abend meine Kandidatur bekannt gegeben.

Warum hat das Alles so lange gedauert? Das hat eine ganze Reihe von Gründen. Ich habe mir vorgenommen, dass ich nur kandidiere, wenn ich den Job auch durchziehen kann. Das soll nicht bedeuten, dass ich niemals zurücktreten würde - zum Einen kann man Fehler machen, die zu einem Rücktritt führen, zum Anderen können private oder gesundheitliche Gründe einen Rücktritt erzwingen. Aber unter den gegebenen Umständen, will ich ein eventuelles Amt durchziehen, wenn ich es übernehme.

Um sicher sein zu können, dass ich das auch kann, musste ich zuerst ein paar berufliche und private Fragen klären. Zum Beispiel bedeutet meine Kandidatur, dass ich ein (gut bezahltes) Jobangebot ablehne und ein anderes annehme (bei dem ich auch erstmal mit meinem zukünftigen Chef reden musste). Die Kandidatur bedeutet auch, dass ich nicht promoviere. Oder, anders ausgedrückt: Um zu kandidieren passe ich meinen beruflichen Weg an die Kandidatur an. Das sind Fragen, die ich mir sehr gut überlegen wollte und die mir nicht ganz leicht gefallen sind.
Dazu gab es innerparteilich ein paar Menschen, mit denen ich vor der Kandidatur reden wollte - über Chancen und Risiken, darüber ob es bessere für den Posten gibt, etc. Auch wollte ich wissen, ob genug Piraten bereit sind, Probleme anzugehen. Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass dies der Fall ist (u.A. deshalb habe ich auch die Marina abgewartet).

Ich habe mich dann dazu entschlossen, als Vorsitzender zu kandidieren - und nur als Vorsitzender.

Ich habe das nicht so spät bekannt gegeben, weil ich an meiner Eignung zweifle oder weil ich glaube, dass ich den Job nicht kann - sondern weil ich mir VOR einer Kandidatur sehr sicher sein wollte, dass ich das Richtige für mich und mMn für die Partei tue. So einfach ist das. Ich verlange genau dies auch von anderen Kandidaten: Überlegt euch, ob ihr geeignet seit, überlegt euch ob ihr es durchzieht, überlegt euch ob ihr mit dem Stress umgehen könnt, Überlegt euch ob ihr eure Ziele erreichen könnt … Falls ja: Wunderbar.

Zur Frage, ob ich in Heidenheim nicht doch als StellVos oder Beisitzer kandidiere - nein, das habe ich aktuell NICHT vor. Ich glaube tatsächlich, dass ich ein besserer Vorsitzender als stellvertretender Vorsitzender wäre … oder, vielleicht besser ausgedrückt: Ich glaube, dass ein Vorsitzender es mit mir als Stellvertreter nicht einfach hätte. Und der nächste Vorstand wird genug zu tun haben ohne dass am Ende zwei Möchtegern-Leitwölfe sich gegenseitig beschnuppern ;) (das ist ein Smiley. Er kennzeichnet ein nicht ganz ernst gemeintes Bild. Hübsch, nicht?)

Könnte ich mir vorstellen eine Ausnahme zu machen? Vorstellen kann ich mir viel. Ich bin begeisterter Rollenspieler mit einer ausgeprägten Phantasie. Wenn mein Verhältnis zum neugewählten Vorsitzenden so gut ist, dass ich das Problem nicht mehr sehe. Und wenn der Vorsitzende keine Probleme mit einer StellVo-Kandidatur aus den "Reihen seiner Konkurrenz" hat. Und wenn mein Wahlergebnis mich nicht total niederschmettert. Und wenn ich bis Heidenheim die Überzeugung bekomme, dass es der richtige Schritt ist. Und wenn … etc. Abgesehen davon: Um im BuVo arbeiten zu können, gebe ich einige Dinge auf.

Aber - und ich meine das ganz im Ernst, auch wenn ich es nicht beweisen kann: Ich glaube nicht, dass ich als Stellvertretender Vorsitzender oder als Beisitzer kandidieren werde. Und alleine damit, dass ich das hier so schreibe, habe ich meine Wahlchancen auf diese Ämter massiv reduziert. (Eventuell auch die für die Wahl als VoSi … mal schauen wie viele das Geschreibsel hier als arrogant, selbstgefällig oder weinerlich empfinden ;) Ist nicht so gemeint. Ich habe nur einen vollen Bauch vom Mittagessen ;) )

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