Piraten und Gleichberechtigung

1. März 2010 - 10:18 |

In der Piratenpartei (bzw. um die Piratenpartei herum) ist eine Diskussion über Gleichberechtigung in der Partei entbrannt. Vielleicht sollte ich mich als Mann zu dem Thema gar nicht äußern .. aber, mal ehrlich: Ich habe eine Meinung also sage ich sie.

Die Piratenpartei hat die maximal mögliche Gleichberechtigung.

Mir ist es völlig egal ob jemand nun Männlein, Weiblein, Intersexuel, Transgender, oder was-auch-immer ist (auf den Maillinglisten oder im Wiki kann man es häufig sowieso nicht erkennen). Und ich denke ich bin hier absolut konform mit dem allergrößten Teil, wenn nicht gar beinahe allen Piraten. Auf einer Versammlung wähle ich nach Kompetenz - nicht nach Geschlecht.

Quotenregelungen sind immer eine Form der UNgleichbehandlung. Sie erzwingen die Unterscheidung nach Geschlechtern. Ich möchte niemanden wählen müssen nur weil er männlich oder weiblich ist. Ich möchte nach Kompetenz wählen. Und versprochen: Ich wähle alle Geschlechter - weil mir das Geschlecht egal ist.

Ich fand die Diskussion über Gleichberechtigung schon als Kind seltsam - mir war es immer schon völlig klar, dass es keinerlei Gründe für eine - auch innere - Bevorzugung oder Benachteiligung nach Geschlecht gibt..

Und das dies bei den Piraten klappt sieht man schon an der (im Verhältnis zum Mitgliederanteil) überproportionalen Anteil an - sehr aktiven und fähigen - Frauen in Vorstandsämtern. Wir brauchen keine Quoten - wir LEBEN Gleichberechtigung.

 

Update wegen einer Nachfrage: Nein, ich bin nicht gegen "Nur Frauen"-Maillinglisten oder "Nur Männer"-Maillinglisten oder was auch immer. Aus aktuellem Anlass und um den Text einfacher zu halten verbleibe ich im Folgenden mal bei "Nur Frauen".

Wenn Frauen das Bedürfnis haben sich auf einer "rein weiblichen" Liste auszutauschen habe ich - als Mann - nicht das Recht es ihnen zu verbieten. Wieso auch? Meinungsfreiheit bedeutet auch abweichende Meinungen zu tolerieren - und Meinungsfreiheit ist gerade die Möglichkeit Meinungen ohne Angst vor Konsequenzen sagen zu können. Dies gilt es zu schützen - wenn also beispielsweise manche Frauen sich auf einer rein weiblichen ML besser fühlen habe ich nicht das Recht ihnen das zu verbieten!

Mein Beitrag bezog sich ausschließlich auf Quotenregelungen und die allgemeine Gendering-Diskussion.

Blog reactions

No reactions yet.

Flattr