Bekanntermaßen will die Regierung die Umsatzsteuer für Hotels senken .. Bringen wird das vermutlich allerhöchstens höhere Profitmargen für Hotelbetreiber, denn an den Kunden wird die Preissenkung nicht weiter gegeben.

Natürlich bedeutet dies wiederum eine Kostensteigerung für Unternehmen (die ja die Umsatzsteuer ihrerseits absetzen können) sowie für Reisebüros und Pauschalreisen (siehe Absetzbarkeit der Umsatzsteuer) - aber gut, wenigstens kriegen die Hotels einen höheren Gewinn.

Das Problem dabei ist wie immer die Finanzierung - aber auch da zwitschern die Spatzen bereits eine Lösung: Streichen wir doch einfach die Umsatzsteuersenkung für Bücher .. Okay, andere Streichungen sind auch noch in der Schwebe, und die Subventionskürzungen für Immobilien AGs sind mir persönlich auch herzlich egal. Aber: Wie kann in der heutigen Zeit eine Regierung auch nur erwägen, BÜCHER zu verteuern um Hotels eine höhere Profitmarge zu geben?

 

Bücher bedeuten Bildung - egal ob es nun um Schulbücher geht, um die Aufgabenheftchen (ebenfalls an der Schule), Fachbücher im Studium oder Ausbildung - oder einfach nur Bücher zum lesen. Vielleicht ein veraltetes Konzept - aber ich zumindest lese sehr gerne.

Übrigens: Auch die Zeitungsverlage (vor der Wahl von der Koalition so hoch gelobt) werden sich freuen .. denn die Umsatzsteuerermäßigung für andere Druckwerke (wie eben Zeitungen) soll auch gestrichen werden. Aber gut - braucht auch niemand. Es ist sicher wichtiger, dass Hotels (doch nicht) billiger werden, als dass wir gebildete, gut informierte Bürger haben.

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