Thomas Knüwer schreibt in seinem Handelsblatt Weblog mal wieder einen sehr interessanten, wohlüberlegten Beitrag: Oh, strömet herbei, Ihr wohligen Klänge - Thema: Die Medienindustrie und eine kleine Studie aus Harvard, welche die häufigen Aussagen der Medienindustrie ("Internet zerstört die Industrie") widerlegt - beispielsweise sinken zwar die Absätze an CDs, aber der Gesamtumsatz steigt ... Nicht nur ein scheinbarer Widerspruch zu den apokalyptischen Schilderungen der Unternehmen.

Neue Songs (Knüwer zitiert die Absätze von Jungle Drum) verkaufen sich über das Internet wie verrückt - gleichzeitig verdienen Künstler aber relativ wenig. Streamingangebote laufen wie verrückt (Zufälle gibts - gestern wurde in einem anderen Forum für verschiedene legale Streamingangebote für Musik beworben).

Knüwers Folgerung aus dem Ganzen kann ich nur zustimmen:

Nutzer lassen sich anscheinend von Filetauschbörsen weglocken - man muss ihnen nur ein Angebot machen. Dafür, natürlich braucht man Medienkompetenz, Kreativität und Unternehmergeist. Drei Dinge, durch die Medienunternehmen in Deutschland in diesen Tagen nicht gerade glänzen.

 

-- Update:

Heise schreibt in einem neuen Artikel vom 14.07. über die Entwicklung von Filesharing in GB, dass Jugendliche vermehrt Streamingangebote anstelle von Musikdownloads nutzen. Aus meinem eigenen Umfeld kann ich das nur bestätigen: Streamingangebote von Musik sind etwas wunderbares - und ich könnte mir einige Geschäftsmodelle für Streamingangebote vorstellen.

Wir fassen zusammen: Genutzt werden also übersichtliche Streamingangebote und gut gemachte Onlineshops - obwohl es Tauschbörsen gibt.

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